Surface SPIEGELEIN spiegelein… - Installation am Bodendenkmal Schloss Wolfsburg

Ausstellung
Surface SPIEGELEIN spiegelein…
Installation der Wolfsburger Künstlerin Yoko Haneda am Bodendenkmal Schloss Wolfsburg
 
Das städtische M2K gibt zum vierten Mal, vom 18. April bis 30. September, einer Wolfsburger Künstlerin die Gelegenheit, den historischen Wassergraben am Schloss Wolfsburg künstlerisch zu interpretieren.
 
 
Diesmal bespielt die Künstlerin Yoko Haneda mit „surface SPIEGELEIN spiegelein“ das Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg und schlägt eine interessante Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
 
Haneda ist ein wichtiger Teil der Wolfsburger Kulturlandschaft und aktives Mitglied der Ateliergemeinschaft BaZwo auf Burg Neuhaus sowie der Künstlergruppe 10KW.
Nach ihrem Studium der freien Kunst in Tokio sowie visuelle Kommunikation in Kassel lebt und arbeitet Yoko Haneda seit 1981 in Wolfsburg.
Neben zahlreichen Ausstellungen in den Niederlanden, Tschechien, Österreich, Japan sowie deutschlandweit wurde Haneda zweimal für den Wolfsburger Arti nominiert.
 
Geprägt vom Konstruktivismus und Konzeptkunst liegt Hanedas Fokus nicht auf der Darstellung eines Objekts, sondern auf der Ausführung eines künstlerischen Gedankens. Schon während ihres Studiums beschäftigte sich Haneda mit dem reinen Schauen und dem Wahrnehmungsübergang zwischen Betrachten und Interpretieren.
 
Diesen Übergang (surface) versucht die Künstlerin unter anderem durch Irritationen spürbar zu machen und hinterfragt damit gleichzeitig das Sehen an sich.
Beim Bodendenkmal bzw. dem historischen Wassergraben macht die Künstlerin durch ihre Installation einen besonderen Übergang zwischen Vergangenheit und Gegenwart spürbar: Blau eingefärbte alte Zeitungen deuten Wasser an und verdeutlichen die vergangene Funktion des Wassergrabens. Die Mauerüberreste werden von geometrisch angeordneten Spiegeln auf Staffeleien reflektiert, wodurch der Schutzwall wieder vervollständigt und ins Hier und Jetzt zurückgeholt wird. Vergangenheit wird somit wieder zur Gegenwart.
Die Spiegel in Yoko Hanedas Installation haben aber noch eine weitere Funktion: Wie im Märchen dienen sie zur Selbsterkenntnis und Wahrheitsfindung. Die Vergangenheit stellt Fragen an die Gegenwart möglicherweise nach Veränderung und Wiederholung.
Weitere Spiegel auf der Mauer sind an die Betrachterinnen und Betrachter gerichtet und beziehen sie in das künstlerische Werk ein, indem auch sie Fragen sowohl an das Gestern als auch an das Heute stellen können.
 
Am Samstag, 18. April um 15 Uhr laden das M2K und Yoko Haneda zur Präsentation der Installation ein. In diesem Rahmen gibt es die Gelegenheit, der Künstlerin persönliche Fragen über ihre Arbeit „surface SPIEGELEIN spiegelein…“ zu stellen und sich auszutauschen.

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