Unterwegs auf dem Trimmpfad am Klieversberg
Ich habe mir die Strecke selbst einmal vorgenommen und kann schon vorweg sagen: Ein bisschen Muskelkater gehört vermutlich dazu.
Auf die Plätze, fertig, los!
Der Einstieg ist leicht zu finden. Wer in Verlängerung der Sauerbruchstraße am Fernmeldeturm vorbeigeht und anschließend links in den Wald abbiegt, stößt direkt auf eine Infotafel, die einen kurzen Überblick über die Strecke und die Übungen gibt. Von dort führt der rund 1,7 Kilometer lange Rundkurs entlang der bestehenden Waldwege durch den Stadtwald. Los geht es auf der anderen Straßenseite mit dem Klimmzugtrainer. Kurz überlege ich, ob ich den Rundkurs vielleicht doch lieber in die andere Richtung starten sollte, aber nein. Das für mich Schwerste zuerst.
Ein Revival mit Geschichte
Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. Bereits 1974 wurde am Klieversberg ein Trimmpfad aufgebaut. Mit den Jahren verschwanden die hölzernen Geräte jedoch Stück für Stück. Jetzt erlebt das Konzept sozusagen ein Comeback.
Zum Schluss meiner Runde geht es noch ans Bockspringen. Da fühle ich mich direkt wieder in Kindheitstage zurückversetzt. Bei alle dem Spaß vergesse ich fast, wie anstrengend auch diese Übung nach ein paar Wiederholungen werden kann.
Acht Stationen auf rund 1,7 Kilometern
Insgesamt acht Stationen warten unterwegs mit Übungen für Kraft, Ausdauer und Koordination. Statt Fitnessstudio-Atmosphäre gibt es hier Vogelgezwitscher, Waldboden unter den Schuhen und immer wieder kleine Lichtungen. Kleine Schilder weisen den Weg und an jeder Station gibt es Infotafeln, die die auszuführenden Übungen erklären und aufzeigen, was dabei trainiert wird.
Der Reiz des Pfads liegt genau in dieser Mischung. Ein paar Minuten laufen, dann eine Übung – und weiter geht’s zur nächsten Station. Mal Balance, mal Klimmzüge, mal ein kleiner Sprung- oder Koordinationsparcours. Wer möchte, kann den Rundweg entspannt angehen oder ihn als echtes Workout nutzen.
Beim Ausprobieren wird schnell klar: Der Parcours ist bewusst so gestaltet, dass wirklich jeder mitmachen kann. Anfänger, Spaziergänger oder sportlich Ambitionierte – jeder bestimmt sein Tempo und die Anzahl der Übungsdurchläufe selbst.
Nach der Hälfte der Übungen komme ich zu meiner Lieblingsstation – auch wenn die Arme hier schon ein wenig brennen. Mit Blick über die Stadt geht es hier mit Liegestützen weiter – eine Perspektive, die man beim Training sonst eher selten hat.
Wer am Klieversberg unterwegs ist, merkt schnell, wie gut sich Natur und Bewegung verbinden lassen. Der neue Trimmpfad passt deshalb perfekt hierher – egal ob beim schnellen Trainingsdurchgang, beim Spaziergang mit kurzer Übungspause oder beim spontanen Wettkampf mit Freunden. Er motiviert dazu, mal rauszukommen, Sport zu treiben und dabei die Natur zu genießen.
Mein Fazit nach einer Runde: Der Weg zum Klieversberg lohnt sich. Und wer beim wohlverdienten Spaziergang oder der nächsten Trainingseinheit ein paar Liegestütze mit Aussicht einlegt, merkt schnell: Sport im Wald fühlt sich einfach ein bisschen besser an.
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