Historie
Die „Internationale Weihnachtsfeier“ in Wolfsburg damals und heute
Die „Internationale Weihnachtsfeier“ hat ihren Ursprung Anfang der 60er Jahre. Der Initiator war damals Lorenzo Annese, der im Jahr 1958 mit 20 Jahren als einer der ersten italienischen Gastarbeiter nach Deutschland kam, 1965 bei VW der erste ausländische Betriebsrat in der Bundesrepublik wurde und durch sein jahrzehntelanges Engagement im Bereich Integration das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt Wolfsburg maßgeblich mitprägte. 2024 wurde Lorenzo Annese für sein Engagement durch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Lorenzo Annese hatte damals die Idee, eine Weihnachtsfeier für diejenigen italienischen Gastarbeiter zu organisieren, die wegen ihres Einsatzes im Werk das Weihnachtsfest nicht in ihrer Heimat zusammen mit ihren Familien feiern konnten. In den Folgejahren fand die „Italienische Weihnachtsfeier“, wie sie damals noch hieß, immer am 06. Januar zur „Befana“ statt (Befana ist der Name einer Hexe im italienischen Volksglauben, welche in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf der Suche nach dem Jesuskind auf einem Besen von Haus zu Haus fliegt und Geschenke bringt und bisweilen auch bestraft). Gefeiert wurde im sogenannten „Italiener-Dorf“ an der Berliner Brücke und später in Kästorf, wo viele der italienischen Gastarbeiter lebten. In improvisierten Kinos wurden Filme in italienischer Sprache gezeigt, der Eintritt betrug damals 50 Pfennig, wodurch …
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44. Internationale Weihnachtsfeier 2025
Ausgabe der Zugangsberechtigungen am Samstag, 6. Dezember 2025 ab 10 Uhr im Foyer der IG Metall Geschäftsstelle Wolfsburg, Siegfried-Ehlers-Straße 2, verteilt (solange der Vorrat reicht, freie Platzwahl)
Längst schon eine gelebte und geliebte Tradition in Wolfsburg und ein sozialpolitisches Leuchtturmprojekt für Mitmenschlichkeit, Toleranz und Frieden, denn es geht um nichts weniger als das gemeinsame Erleben des Weihnachtsmärchens für die ganze Familie – in diesem Jahr „Urmel aus dem Eis“ nach dem Kinderbuch von Max Kruse ab 4 Jahren – aber auch um das gemeinsame Gestalten und die Begegnung auf Augenhöhe!
Nach wie vor findet diese Gemeinschaftsinitiative der Volkswagen AG, des Betriebsrats der Volkswagen AG, des Integrationsreferats der Stadt Wolfsburg, der Italienischen Konsularagentur Wolfsburg sowie des Scharoun Theater Wolfsburg großen Anklang bei der Bevölkerung, egal ob Jung oder Alt, unabhängig von Herkunft und Sprache – denn die Internationale Weihnachtsfeier wird insbesondere für diejenigen Bevölkerungsgruppen veranstaltet, die sich aufgrund von Migrationshintergrund, Verständigung und finanziellem Background ansonsten keinen Theaterbesuch leisten können.
Die Anzahl der internationalen Vereine, die sich vor der Veranstaltung und in der verlängerten Märchenpause mit zahlreichen Ständen präsentieren, an denen Handarbeiten, gastronomische Spezialitäten und Kunsthandwerk angeboten werden, wird immer höher und die Auswahl vielseitiger, die gesamte Veranstaltung dadurch noch reizvoller! Selbst der Weihnachtsmann und ein Weihnachtsengel lassen sich dieses Event nicht nehmen! Auch die liebgewonnene lebendige Krippe ist ebenso wieder mit dabei wie die Fotobox mit vielen lustigen Utensilien, die das perfekte Erinnerungsfoto an einen unvergesslichen internationalen Nachmittag garantiert.
Urmel aus dem Eis
Weihnachtsmärchen für die ganze Familie nach dem Kinderbuch von Max Kruse; ab 4 Jahren
Auf der einsamen Südseeinsel Titiwu gibt es unglaubliche Dinge: eine Schule, die man ungestraft schwänzen darf, und eine verloren geglaubte Eintracht zwischen Menschen und Tieren. Der zerstreute Professor Habakuk Tibatong hat einigen Tieren das Sprechen beigebracht, zum Beispiel der Schweinedame Wutz, dem Ping Pinguin und dem Waran Wawa. Am Felsenriff singt der Seeelefant immerzu seine „traurögön Lödör". Außer Wutz hat leider jeder von ihnen einen Sprachfehler.
Und eines Tages geschieht es: Ein Eisblock strandet am Ufer. Darin steckt ein Ei, aus dem ein Urzeitgeschöpf schlüpft - das Urmel. Professor Tibatong, der schon immer an die Existenz des Urmels geglaubt hat, sieht seine Urmelforschung vor dem Durchbruch. Hausschwein Wutz zieht Urmel auf, Professor Tibatong bringt ihm das Sprechen bei und in Ping Pinguin und Wawa dem Waran findet Urmel zwei echte Freunde, mit denen es für mächtig Wirbel auf der kleinen Insel sorgt. Dann aber begeht Professor Tibatong eine schreckliche Dummheit …
Dauer ca. 90 Minuten
Besetzung
Regie: Axel Krauße
Musik: Paul Bießmann
Bühne und Kostüm: Christina Wachendorf
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