Philharmonie Südwestfalen: „Beethoven Plus“
„So pocht das Schicksal an die Pforte!“, soll Beethoven des frühen Biografen Anton Schindler zufolge ungestüm das Thema seiner Sinfonie Nr. 5 c-Moll charakterisiert haben - dieser unsäglichen Anekdote verdankt die c-Moll-Sinfonie ihren Beinamen „Schicksalssinfonie“ und passt auch so schön ins Bild des grimmigen Künstlergenies, das mit seiner aufkommenden Taubheit hadert und „dem Schicksal in den Rachen greifen“ will. Doch jenseits des schon fast zu populären Motivs zeigt die hauptsächlich 1807 und 1808 komponierte „Schicksalssinfonie“ jede Menge Besonderheiten.
Der Film „The Kid“, in dem Chaplin seine eigene Kindheit reflektiert, zählt zu Chaplins schönsten und persönlichsten Werken. Die Tragikomödie besticht mit sentimentalen Elementen genauso wie mit Slapstickgags. Dank der unwiderstehlichen Darstellung Chaplins und des kleinen Jackie Coogans verbinden sich Realismus, Romantik und Phantasmagorie zu einem großen Kinovergnügen. Mit derMusik zu „The Kid“ kehrt Chaplin in seine Jugend zurück: die englische Music Hall. Chaplin komponiert unverwechselbare Melodien, die aber nicht ins Sentimental-Kitschige abgleiten. Seine späte Filmmusik lebt vom Belcanto und verströmt einen geradezu poetischen Zauber.
Programm:
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Charles Chaplin: „The Kid“
Musikalische Leitung: Ingmar Beck
Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Martin Weller)
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