Ödipus Tyrann
Theben wird gleich doppelt heimgesucht: Eine Pandemie und eine große Dürre bedrohen das Leben in der Stadt. Erwartungsvoll richten sich alle Augen auf den König, Ödipus, der Theben schon einmal retten konnte und es nun erneut vom Elend befreien soll. Doch nach und nach wird klar, dass Ödipus in Wirklichkeit die Wurzel des aktuellen Übels ist, was er selbst – stur, selbstgerecht und verblendet – als Allerletzter wahrhaben will.
Sophokles‘ „Ödipus Tyrann“ erzählt von einem Menschen, der König sein will. Der auf der Suche nach Schuldigen für die epochale Krise sich selbst ausnimmt und so zum Tyrannen wird. Er wollte der Stadt Theben Klarheit bringen. Und hinterlässt ihr und seinen Töchtern Ismene und Antigone Zerstörung, Leid, Schmerz, tiefe Trauer. Und Wut.
„Ein reduziertes Bühnenbild, nur wenige Kostüme. Alles konzentriert auf das Wort, auf das stupende Spiel der beiden Frauen. Sie spielen und sprechen hervorragend, machen in jeder Sekunde klar, wer gerade mit wem spricht. Sie beherrschen das Chorspiel phänomenal, sind aufeinander eingespielt und geben sich Raum für Entfaltung, für große Gefühle und kleine humorvolle Spitzen.“ (Nachtkritik)
„Ein Fest der Schauspielkunst.“ (Frankfurter Allgemeine)
Ausgezeichnet mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring 2022 für Patrycia Ziólkowska und Alicia Aumüller, eingeladen zum Schweizer Theatertreffen.
Mit Patrycia Ziólkowska und Alicia Aumüller
Inszenierung, Bühnenbild, Musik: Nicolas Stemann
Kostümbild: Marysol del Castillo, Dorothea Knorr
Dramaturgie: Benjamin von Blomberg
Terminübersicht
Gut zu wissen
Eignung
Barrierefrei
In der Nähe








