Göttinger Symphonieorchester und Nadège Rochat: „Unabhängigkeit“

Konzert

Dvořáks melodienreiches Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll zählt zweifelsohne zu den populärsten seiner Art. Dabei hatte er nie vorgehabt, dieses Genre zu bedienen, da er das Violoncello eigentlich nicht mochte. Das im Winter 1894/95 noch in Amerika niedergeschriebene Werk erfuhr nach Dvořáks Heimkehr nach Böhmen im Frühjahr und Sommer 1895 mehrere Überarbeitungen, besonders im Solopart. 

Bis heute am beliebtesten ist die 1902 in Helsinki mit triumphalem Erfolg aufgeführte Sinfonie Nr. 2 D-Dur, die die Eigenheiten von Sibelius‘ musikalischer Sprache in exemplarischer Deutlichkeit zeigt. Nach der Unabhängigkeit Finnlands 1917 von Russland galten die 2. Sinfonie und weitere Werke von Sibelius vielen als ein Ausdruck von Naturverbundenheit, aber auch als ein finnisches Nationalwerk, mit dem sich viele Finnen identifizierten.

Nadège Rochat zählt zu den herausragenden jungen Cellistinnen ihrer Generation. Ihre Interpretation bekannter Cello Meisterwerke ist von der Suche nach dem Absoluten geprägt. Sie ist bereits in vielen der bedeutendsten Konzertsäle der Welt aufgetreten.

Programm:
Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Solistin: Nadège Rochat, Violoncello
Musikalische Leitung: Nicholas Milton

Konzerteinführung: 19:15 Uhr, Großer Saal (Martin Weller)

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