Oskar und die Dame in Rosa

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Theater sonstige

Eine liebevolle Geschichte vom Kummer, vom Verlust, vom Tod, von der Liebe, vom Erwachsenwerden und von der Toleranz in dieser durchgeknallten Zeit, in der wir leben.

Oskar ist erst zehn, aber er weiß, dass er sterben wird. „Eierkopf“ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname. Viel schlimmer ist, dass der Arzt und Oskars Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarkstransplantation sein Leben retten können. Nur die „Dame in Rosa“ hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken. Sie gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern. Sie, die Oskar liebevoll Oma Rosa nennt, rät ihm, dem lieben Gott jeden Tag in einem Brief zu schreiben, was ihn bewegt. Oskar, der nicht mal an den Weihnachtsmann glaubt, findet die Idee nicht wirklich prima. Oma Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf diese Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter – bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden.


Wie soll man den Sog dieses zum Welterfolg gewordenen Meisterwerks beschreiben? Vielleicht so: Es zieht von der ersten Zeile an in seinen Bann – vergleichbar der Lebensklugheit und heiteren Phantasie von Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Wer den Text einmal gelesen hat, wird Oskar nicht so schnell vergessen. In Frankreich wurde „Oskar und die Dame in Rosa“ weit über 500.000 Mal verkauft, und auch bei uns ist Eric-Emmanuel Schmitt mittlerweile ein Kultautor, der die Bestseller-Listen anführt. Der Titel gehört wie sein anderer Bestseller „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ zu Schmitts Monologen über die Weltreligionen. Er selbst sagt über „Oskar und die Dame in Rosa“: „Mein Buch ist eine Hommage an die Kinder, die ich im Krankenhaus erlebt habe. Sie wissen genau, was mit ihnen los ist. Es sind die Erwachsenen, die sich verstecken und damit das Vertrauen der Kinder enttäuschen. Dies ist wahrscheinlich der autobiographischste aller meiner Texte. Mit dreißig wurde ich plötzlich sehr krank – eine lebensbedrohliche Krankheit. Ich bin Oskar gewesen, der unter den Fragen leidet, die ohne Antwort bleiben.“


„Schauspielerisches Meisterstück - Etwas Besseres kann Theaterbesuchern kaum passieren: eine Handvoll Fragen mit nach Hause zu nehmen und zu versuchen, Antworten zu finden. In diesem Sinn entließ die Produktion des EURO-STUDIOs Landgraf ein Publikum, das zuerst betroffen und angerührt war, bevor lange gedankt wurde. Der Beifall galt Doris Kunstmann. Sie kennt die Balance von Komik und Tragik und zeigt im weißen Bühnenmobiliar, das zunehmend an Kinderzeichnungen und Farben gewinnt, von keinem zu viel oder zu wenig.“ (Stader Tageblatt, 24.01.2007)


Mit Doris Kunstmann (Preisträgerin des INTHEGA-Vorstands 2012), Leontine Dick
Inszenierung: Petra Dannenhöfer
Regiemitarbeit: Marc Kunstmann
Neueinrichtung, Leitung der Wiederaufnahmeproben: Heike Lutter
Musik: Eric Satie, Vangelis, Antonio Vivaldi
Kostüme und Raum: Sylvia Wanke

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