Der scharlachrote Buchstabe ungarisches Nationalballett Györ
Das Győri Ballett widmet sich in seiner neuesten Produktion grundlegenden Themen wie Schuld und Sühne sowie den unterschiedlichen Aspekten von Moral und Liebe. László Velekeis Choreografie ist aufwühlend und fesselnd – sie zieht das Publikum in die Abgründe der menschlichen Seele. Nathaniel Hawthornes maßstabsetzender Roman von 1850 stellt zeitlose Fragen nach Untreue, Schuld, Buße, Moral, Heuchelei – und darüber, wie der Einzelne und die Gesellschaft damit umgehen. Die Ausgangssituation von „Der scharlachrote Buchstabe“ ist allgemeingültig – sie könnte sich überall und in jeder Epoche ereignen. Auch in der Sprache des Balletts entfaltet die Geschichte diese eindringliche Wirkung.
„Der scharlachrote Buchstabe“ wurde vom Győri Ballett bereits 2017 uraufgeführt und nun in einer überarbeiteten Version erneut auf die Bühne gebracht. László Velekei hat die Choreografie durch neuere Bewegungselemente und andere musikalische Akzente aktualisiert. Das von Mara Bozóki entworfene Bühnenbild fügt sich stimmig in die Geschichte ein, und die Kostüme von Rita Velich spiegeln die puritanische Welt authentisch wider. Die dramatische Wirkung wird durch die meisterhafte Lichtgestaltung noch gesteigert: Die Szenen sind effektvoll ausgeleuchtet. Nicht zu vergessen die Musik: Die Kombination aus Werken von Mozart und Max Richter bildet eine geniale Klangkulisse für dieses zeitgenössische Tanztheater.
Mit ca. 23 Tänzer:innen
Choreografie: László Velekei
Musik: eine Collage aus Kompositionen von Max Richter und Mozart („Requiem“)
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