Alte Meister

Schauspiel
„Alte Meister“ ist der letzte Roman Thomas Bernhards.

Seit über dreißig Jahren geht der Musikkritiker Reger jeden zweiten Tag in das Kunsthistorische Museum Wien; zum einen wegen der idealen Raumtemperatur, zum anderen wegen Tintorettos „Bildnis eines weißbärtigen Mannes“. Seit ebenfalls über dreißig Jahren trifft er dort Irrsigler. Der ist Museumswärter und liebt seine Uniform. Nur eine Polizeiuniform hätte er vielleicht noch mehr geliebt. Irrsigler ist über die Jahre zum Sprachrohr Regers geworden und sorgt dafür, dass dieser ungestört Tintorettos Gemälde betrachten kann.

„Alte Meister“ ist der letzte Roman Thomas Bernhards. Er wurde in ersten Monaten des Jahres 1985 geschrieben und im darauffolgenden Herbst bei Suhrkamp veröffentlicht. Unverkennbar verarbeitet Bernhard den Abschied von seinem Lebensmenschen Hedwig Stavianicek, die am 28. April 1984 im Alter von 89 Jahren gestorben war – Bernhard und sie waren zwar nicht verheiratet, aber doch seit den 50erJahren, als sich die um 37 Jahre ältere Wienerin des lungenkranken Salzburger Studenten annahm, ein reiselustiges Paar gewesen.

Mit Lukas Holzhausen, Rainer Galke
Inszenierung und Bühne: Dušan David Pařízek
Kostüme: Kamila Polívková
Dramaturgie: Roland Koberg

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