Fabio Pfohl – „Pfoli“

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Vom kreativen Stürmer zum zuverlässigen Defensivspezialisten – Fabio Pfohl wurde in dieser Saison vom Aushilfsverteidiger endgültig zum festen Abwehrspieler bei den Grizzlys Wolfsburg, und er genießt diese neue Rolle sichtbar.

Er war vielfacher Jugend- und Juniorennationalspieler, stand sogar im Fokus von NHL-Klubs und wurde 2016 in der DEL im Trikot der Grizzlys als Rookie des Jahres ausgezeichnet. Doch inzwischen ist all das Teil seiner Vergangenheit, denn damals lief er als Stürmer auf – heute ist er Verteidiger.

„Das Schwierigste an der Umstellung war, im Kopf die letzten 20 Jahre zu streichen. Man hat Instinkte, nach vorne zu gehen, jetzt muss es in vielen Situationen ein Automatismus werden, den Schritt nach hinten zu machen“, so Pfohl.

In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte der heute 30-Jährige bereits in Notlagen den Verteidigungsjob übernommen, weil er gut rückwärts arbeiten kann und über ein hervorragendes Raum- und Spielverständnis verfügt. Trainer Mike Stewart setzte ihn dort erfolgreich ein. Im Rahmen seiner Vertragsverlängerung für die laufende Saison wurde mit Pfohl, Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf sowie Coach Stewart intensiv über die dauerhafte Rolle als Hintermann gesprochen. Pfohl sagte zu.

Pfoli privat

Aus Köln war er übrigens auch wegen seiner Frau Victoria zurückgekehrt, die bei Volkswagen arbeitet. Nachdem er als Stürmer in den vergangenen Jahren nach seiner Rückkehr von den Kölner Haien weniger Eiszeit bekommen hatte, hat sich das Blatt gewendet: In der aktuellen Saison zählt er zur Defensiv-Stammriege. Seine offensiven Qualitäten sind dabei keineswegs verloren – „die möchte ich natürlich einbringen, um damit auch zu helfen.“

Was die Zukunft nach seinem derzeitigen Vertrag angeht, hält Pfohl seine Optionen offen. „Unser Lebensmittelpunkt wird Wolfsburg bleiben“, sagt der Tierfreund, der mit seiner Frau Victoria, einem Kater und zwei Hunden in der Nordstadt lebt.

Schon als Kind wollte Fabio Pfohl Eishockeyspieler werden – ein Traum, den er sich mit Leidenschaft und Durchhaltevermögen erfüllt hat. Glücklich machen ihn heute Familie, Freunde und Eishockey – die drei Konstanten, die ihm auch in anspruchsvollen Phasen der Umstellung Halt geben.

Wenn er einmal nicht auf dem Eis steht, darf es gern etwas Italienisches sein: Spaghetti Carbonara sind sein Lieblingsgericht. Besonders gern geht er in Wolfsburg in die Trattoria Berto. Dort ist es „sehr familiär und das Essen ist top“, verrät mir „Pfoli“.

Auch in seiner Freizeit genießt Pfohl das Leben in Wolfsburg: Ob beim Angeln, im Café Superleggera, in der Vinothek, in der Hafenbutze, oder beim gemütlichen Spaziergang in Reislingen.

Seit Kurzem begleitet ihn außerdem ein besonderer Glücksbringer: ein selbstgemachtes Armband von Ben Fauser, dem älteren Sohn seines Teamkollegen „Fausi“.

Fazit

Abseits der Arena bleibt Pfohl sich treu, denn sein Lebensmotto lautet schlicht, aber passend:

„Sei du selbst.“

Und genau das spürt man bei jedem Auftritt auf dem Eis.

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