Ein Besuch auf der Blumen-Schneidewiese

Grün Reisen (Nachhaltiges Reisen)
Ein schöner Frühsommertag und schon von weitem sehe ich das Blumenfeld in kräftigem gelb, rosa und violett leuchten. Willkommen auf der Blumenschneidewiese in der Karpfenstraße 8! Hier gehen blühende Vielfalt und nachhaltiger Konsum Hand in Hand.

Wolfsburg blüht auf!

Besucherinnen und Besucher werden hier selbst zur „Floristin auf Zeit“. Wer möchte, bringt seine eigene Schere mit oder nutzt die bereitliegenden Werkzeuge, um sich im Frühjahr aus Tulpen, Narzissen oder im Sommer aus Dahlien, Sonnenblumen und Co. einen individuellen Strauß zusammenzustellen. Bezahlt wird unkompliziert an der kleinen Vertrauenskasse am Feldrand, bar oder kontaktlos, ganz im Sinne eines modernen, regionalen Einkaufserlebnisses.

Das Konzept des Selbstpflückfeldes verbindet Landwirtschaft, Freizeit und Umweltbewusstsein auf besondere Weise. Denn wer seine Blumen direkt vom Feld schneidet, lernt wieder, was „Saison“ wirklich bedeutet und dass Nachhaltigkeit oft ganz einfach beginnt: beim regionalen Anbau und dem Verzicht auf lange Transportwege.

Die Schneidewiese ist grundsätzlich ein schönes und duftendes Ausflugsziel. Am Wochenende kommen Familien, Paare schlendern Hand in Hand zwischen den Blumenreihen und Instagrammer finden hier großartige Motive.

Fazit

Hier kann man auch schneiden:
Neben dem festen Selbstpflückfeld an der Karpfenstraße gibt es in Wolfsburg und Umgebung noch weitere kleinere Tulpenfelder, die im Frühjahr kurzfristig genutzt werden können. Sie liegen zum Beispiel entlang der Rolf-Nolting-Straße Richtung Vorsfelde, an der K115 im Bereich Feldscheunenweg in Mörse und in Nordsteimke am Kreisel. Diese Flächen sind meist direkt an landwirtschaftliche Betriebe gekoppelt und tauchen bewusst kaum im klassischen Online-Verzeichnis auf.

Das Prinzip ist überall ähnlich: Die Tulpen wachsen in Reihen auf dem Feld, der Preis ist meist direkt ausgeschildert – häufig etwa 70 Cent pro Stiel – und bezahlt wird unkompliziert über eine Kasse des Vertrauens oder eine vergleichbare Lösung. Öffnungszeiten im klassischen Sinn gibt es nicht; gepflückt, bzw. natürlich geschnitten, wird, solange Saison ist und die Felder zugänglich sind.