AGB

UNSERE ALLGEMEINEN GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

Allge­meine Geschäfts­be­din­gungen (AGB) ab 01.07.2018

Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) als Reiseveranstalter

Die nachfol­genden Reise­be­din­gungen gelten für Pauschal­rei­se­ver­träge, auf welche die Vorschriften der §§ 651a ff BGB über den Reise­ver­trag direkt Anwendung finden. Die Bestim­mungen werden, soweit wirksam verein­bart, Inhalt des zwischen dem Reisenden und dem Reise­ver­an­stalter zu Stande kommenden Pauschal­rei­se­ver­trages. Sie ergänzen die gesetz­li­chen Vorschriften der §§ 651 a bis y BGB und der Artikel 250 und 252 EGBGB und füllen diese aus.

1. Abschluss des Reisevertrages

a) Mit der Reise­an­mel­dung bietet der Kunde der WMG den Abschluss des Reise­ver­trages verbind­lich an. Der Reise­ver­trag soll schrift­lich oder in Textform abgeschlossen werden. Sämtliche Abreden, Neben­ab­reden und Sonder­wün­sche sollen erfasst werden. Bei Vertrags­schluss oder unver­züg­lich danach wird dem Kunden eine den gesetz­li­chen Vorgaben entspre­chende Reise­be­stä­ti­gung auf einem dauer­haften Daten­träger übermit­telt, sofern der Kunde nicht Anspruch auf eine Reise­be­stä­ti­gung in Papier­form nach Art. 250 § 6 Abs. 1 Satz 2 EGBGB hat, weil der Vertrags­schluss in gleich­zei­tiger körper­li­cher Anwesen­heit beider Parteien oder außerhalb von Geschäfts­räumen erfolgte.
b) An die Reise­an­mel­dung ist der Kunde zwei Wochen gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch die WMG bestätigt. Kurzfris­tige Buchungen, zwei Wochen vor Reise­be­ginn und kürzer, führen durch die unver­züg­liche Bestä­ti­gung bzw. durch die Zulassung zur Reise zum Vertrags­schluss.
c) Telefo­nisch nimmt die WMG, worauf der Kunde ausdrück­lich hinzu­weisen ist, lediglich verbind­liche Reser­vie­rungen vor, auf die hin der Reise­ver­trag durch die schrift­liche Reise­an­mel­dung, die der Kunde unver­züg­lich unter­schrieben an die WMG zurück­zu­leiten hat. Sendet der Kunde die unter­schrie­bene Reise­an­mel­dung nicht innerhalb einer Frist von 7 Tagen nach Zugang der Reise­an­mel­dung zurück, so kann die WMG von der Reser­vie­rung Abstand nehmen, sofern es der Kunde nach Auffor­de­rung wiederum unter­lässt, die Reise­an­mel­dung unter­schrieben an ihn weiter­zu­leiten. Schadens­er­satz­an­sprüche wegen Nicht­ein­hal­tung der Reser­vie­rungs­ab­rede bleiben hiervon unberührt. Für Buchungen mittels Internet gilt das unter Ziffer 1.c) Ausge­führte entspre­chend.
d) Weicht die Reise­be­stä­ti­gung von der Reise­an­mel­dung des Kunden ab, so liegt in der Reise­be­stä­ti­gung ein neuer Vertrags­an­trag, an den die WMG 10 Tage gebunden ist und den der Kunde innerhalb dieser Frist annehmen kann. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, soweit die WMG bezüglich des neuen Angebots auf die Änderung hinge­wiesen und ihre vorver­trag­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflichten erfüllt hat und der Kunde innerhalb der Bindungs­frist der WMG die Annahme durch ausdrück­liche Erklärung oder Anzahlung erklärt. Für die Annahme wird die recht­zei­tige Rücksen­dung der unter­schrie­benen Reise­an­mel­dung empfohlen.
e) Bei ausdrück­lich und eindeutig im Prospekt, den Reise­un­ter­lagen und in den sonstigen Erklä­rungen als vermit­telt bezeich­neten Fremd­leis­tungen unter Angabe des Leistungs­er­brin­gers ist die WMG lediglich Reise­ver­mittler. Bei diesen Reise­ver­mitt­lungen ist eine vertrag­liche Haftung für Sach- und Vermö­gens­schäden als Vermittler ausge­schlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrläs­sig­keit vorliegen, Haupt­pflichten aus dem Reise­ver­mitt­ler­ver­trag betroffen sind, eine zumutbare Möglich­keit zum Abschluss einer Versi­che­rung besteht oder zugesi­cherte Eigen­schaften fehlen. Die WMG haftet insofern grund­sätz­lich nur für die Vermitt­lung, nicht jedoch für die vermit­telten Leistungen selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB). Für den Vertrags­schluss gelten die Bestim­mungen der Ziffer 1. sinngemäß.
f) Der Kunde wird darauf hinge­wiesen, dass bei allen oben genannten Buchungs­arten aufgrund der gesetz­li­chen Vorschrift des § 312 g Abs. 2, Satz 1 Nr. 9 BGB kein Wider­rufs­recht bei Pauschal­rei­se­ver­trägen, die im Fernab­satz abgeschlossen wurden nach Vertrags­ab­schluss besteht. Ein Rücktritt vom Vertrag gemäß § 651 h BGB hingegen ist jederzeit möglich.

2. Zahlung

a) Sämtliche Zahlungen (Anzahlung bzw. Restzah­lung) auf den Reise­preis vor Beendi­gung der Reise des Kunden sind nur zu leisten, wenn ein wirksamer Kunden­geld­ab­si­che­rungs­ver­trag besteht und dem Kunden Siche­rungs­scheine mit Namen und Kontakt­daten des Kunden­geld­ab­si­che­rers in klarer, verständ­li­cher und hervor­ge­ho­bener Weise übergeben wurde.
b) Nach Abschluss des Reise­ver­trages sind gegen Aushän­di­gung des Siche­rungs­scheines eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reise­preises zu zahlen.
c) Der Restbe­trag des Gesamt­preises hat spätes­tens 4 Wochen vor dem Anrei­setag per Überwei­sung auf das Konto der
Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG)
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
IBAN: DE17 2695 1311 0011 0561 32
BIC: NOLADE21GFW
zeitgleich mit der Aushän­di­gung der Reise­un­ter­lagen sowie des Siche­rungs­scheines zu erfolgen, soweit keine abwei­chenden Verein­ba­rungen getroffen sind.
d) Vertrags­ab­schlüsse innerhalb von vier Wochen vor Reise­be­ginn verpflichten den Kunden zur sofor­tigen Zahlung des gesamten Reise­preises.
e) Erfolgt die Anmeldung eine Woche vor Anrei­se­datum (kurzfris­tige Buchung), hat der Kunde den Reise­preis umgehend per Überwei­sung gegen Übersen­dung der Reise­un­ter­lagen zu bezahlen. Der Zahlungs­ein­gang des Reise­preises muss spätes­tens einen Tag vor Reise­be­ginn auf dem WMG Konto erfasst sein. Sonder­re­ge­lungen, z. B. Zahlung vor Ort am Anrei­setag, können nach vorhe­riger Absprache getroffen werden. Im Falle einer kurzfris­tigen Buchung, kann die Übergabe der Reise­un­ter­lagen nach Absprache auch direkt vor Ort erfolgen.
f) Leistet der Kunde die Anzahlung und/ oder die Restzah­lung nicht entspre­chend den verein­barten Zahlungs­fäl­lig­keiten, obwohl die WMG zur ordnungs­ge­mäßen Erbrin­gung der vertrag­li­chen Leistungen bereit und in der Lage ist, ihre gesetz­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflichten erfüllt hat und kein gesetz­li­ches oder vertrag­li­ches Zurück­be­hal­tungs­recht des Kunden besteht, so berech­tigt dies die WMG nach Mahnung mit Frist­set­zung vom Reise­ver­trag zurück­zu­treten und den Kunden mit Rücktritts­kosten zu belasten.

3. Leistungen

a) Die WMG behält sich ausdrück­lich vor, aus sachlich berech­tigten, erheb­li­chen und nicht vorher­seh­baren Gründen vor Vertrags­schluss eine konkrete Änderung der Prospekt‑, Katalog- und Preis­an­gaben zu erklären, über die der Kunde vor Buchung selbst­ver­ständ­lich infor­miert wird.
b) Die vertrag­li­chen Leistungen richten sich nach der im Zeitpunkt des Vertrags­schlusses maßgeb­li­chen Leistungs­be­schrei­bung (Prospekt/Katalog/individuelle Angebote) sowie den weiteren Verein­ba­rungen, insbe­son­dere nach der Reise­an­mel­dung und der Reise­be­stä­ti­gung.
c) Zusätz­liche Zusiche­rungen, Neben­ab­reden, besondere Verein­ba­rungen oder verein­barte Sonder­wün­sche des Kunden sollen in die Reise­an­mel­dung und insbe­son­dere in die Reise­be­stä­ti­gung aufge­nommen werden

4. Preise

a) Die Preise gehen aus den Leistungs­be­schrei­bungen (Prospekt/Katalog/individuelle Angebote) hervor und gelten pro Person, sofern nichts anderes angegeben ist.
b) Voraus­ge­setzt wird eine An- bzw. Abreise in Eigen­regie, z. B. per Bahn oder PKW/Bus. Trans­fer­kosten vor und während des Aufent­haltes sind nicht in den Angeboten enthalten, sofern nichts anderes angegeben ist.

5. Leistungsänderungen

a) Änderungen und Abwei­chungen wesent­li­cher Eigen­schaften von Reise­leis­tungen von dem verein­barten Inhalt des Reise­ver­trages, die nach Vertrags­ab­schluss notwendig werden und von der WMG nicht wider Treu und Glauben herbei­ge­führt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abwei­chungen nicht erheblich sind und den Gesamt­zu­schnitt der gebuchten Reise nicht beein­träch­tigen.
b) Eine zulässige Änderung einer wesent­li­chen Reise­leis­tung hat die WMG dem Kunden unver­züg­lich nach Kenntnis von dem Änderungs­grund auf einem auf einem dauer­haften Daten­träger klar, verständ­lich und in hervor­ge­ho­bener Weise zu erklären.
c) Im Fall der erheb­li­chen Änderung einer wesent­li­chen Reise­leis­tung oder der Abwei­chung von beson­deren Vorgaben kann der Kunde in einer angemes­senen Frist entweder die Änderung annehmen oder unent­gelt­lich vom Vertrag zurück­treten oder statt­dessen die Teilnahme an einer mindes­tens gleich­wer­tigen anderen Reise verlangen, wenn die WMG in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Besteller aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat die Wahl auf die Mittei­lung zu reagieren oder nicht. Wenn der Kunde gegenüber der WMG nicht oder nicht innerhalb der gesetz­li­chen Frist reagiert, gilt die mitge­teilte Änderung als angenommen. Hierüber ist der Kunde in Zusam­men­hang mit der Änderungs­mit­tei­lung in klarer, verständ­li­cher und hervor­ge­ho­bener Weise zu infor­mieren.
d) Für den Fall einer zuläs­sigen Änderung bleiben die übrigen Rechte (insbe­son­dere Minderung, Schadens­er­satz) unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Gemäß § 651 m Abs. 2 BGB hat die WMG dem Kunden einen Diffe­renz­be­trag zu erstatten, wenn eine geänderte Reise bzw. einer Ersatz­reise durch­ge­führt wurde und diese bei gleich­wer­tiger Beschaf­fen­heit der WMG geringere Kosten verur­sacht hat.

6. Rücktritt des Kunden

a) Der Kunde kann jederzeit vor Reise­be­ginn vom Reise­ver­trag zurück­treten. Bei Rücktritt vor Reise­be­ginn durch den Kunden steht der WMG eine angemes­sene Entschä­di­gung für die getrof­fenen Reise­vor­keh­rungen und die Aufwen­dungen zu, soweit der Rücktritt nicht von der WMG zu vertreten ist oder am Bestim­mungsort oder in dessen unmit­tel­bare Nähe außer­ge­wöhn­liche Umstände auftreten, die die Durch­füh­rung der Reise oder die Beför­de­rung von Personen an den Bestim­mungsort erheblich beein­träch­tigen. Die Höhe der Entschä­di­gung bemisst sich nach dem Reise­preis abzüglich des Werts der ersparten Kosten der WMG sowie abzüglich dessen, was die WMG durch ander­wei­tige Verwen­dung der Reise­leis­tung erwirbt. Die Pauschalen sind unter der Berück­sich­ti­gung des Zeitraums zwischen der Rücktritts­er­klä­rung und dem Beginn der Reise sowie der erwar­teten Ersparnis von Aufwen­dungen und des erwar­teten Erwerbs durch ander­wei­tige Verwen­dungen der Reise­leis­tung festge­legt. Die Entschä­di­gung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs zur Rücktritts­er­klä­rung in einem prozen­tualen Verhältnis zum Reise­preis wie folgt berechnet:
Erfolgt der Rücktritt
bis zum 30. Tag vor Reise­be­ginn             5 % des Gesamt­rei­se­preises (mind. 20 €)
vom 29. bis 22. Tag vor Reise­be­ginn         15 % des Gesamt­rei­se­preises
vom 21. bis 15. Tag vor Reise­be­ginn        35 % des Gesamt­rei­se­preises
vom 14. bis   8. Tag vor Reise­be­ginn        60 % des Gesamt­rei­se­preises
vom 7. Tag bis Anrei­se­datum            80 % des Gesamt­rei­se­preises
b) Maßgeb­lich für den Lauf der Fristen ist der Zugang der Rücktritts­er­klä­rung bei der WMG.
Es wird empfohlen die Rücktritts­er­klä­rung durch den Kunden auf einem dauer­haften Daten­träger zu erklären.
c) Dem Kunden wird ausdrück­lich der Nachweis gestattet, ein Anspruch auf Entschä­di­gung sei überhaupt nicht entstanden oder die Entschä­di­gung sei wesent­lich niedriger als die Pauschale.
d) Die WMG behält sich vor, anstelle der vorste­henden Pauschalen eine höhere, indivi­duell berech­nete Entschä­di­gung zu fordern, soweit die WMG nachweist, dass ihr wesent­lich höhere Aufwen­dungen als die jeweils anwend­bare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist die WMG verpflichtet, die gefor­derte Entschä­di­gung unter Berück­sich­ti­gung der ersparten Aufwen­dungen sowie abzüglich dessen, was sie durch ander­wei­tige Verwen­dung der Reise­leis­tung erwirbt, konkret zu beziffern und zu begründen. Die WMG ist verpflichtet infolge eines Rücktritts zur Rückerstat­tung des Reise­preises unver­züg­lich aber auf jeden Fall innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rücktritts­er­klä­rung zu leisten. § 651 e BGB bleibt durch die vorste­henden Bedin­gungen unberührt.

7. Änderungen auf Verlangen des Kunden

Verlangt der Kunde nach Vertrags­schluss Änderungen oder Umbuchungen, so kann die WMG bei Vornahme entspre­chender Umbuchungen ein Bearbei­tungs­ent­gelt von 20 Euro verlangen. Dem Kunden bleibt es vorbe­halten nachzu­weisen, dass keine oder wesent­lich geringere Aufwen­dungen angefallen sind. Die Umbuchung ist kostenlos, wenn diese erfor­der­lich ist, weil die WMG keine, eine unzurei­chende oder falsche vorver­trag­liche Infor­ma­tion gemäß Art. 250 § 3 EGBGB gegenüber dem Kunden gegeben hat.

8. Ersatzreisende

a) Der Kunde kann bis zum Reise­be­ginn gegenüber der WMG verlangen, dass ein Dritter in seine Rechte und Pflichten aus dem Vertrag eintritt. Die WMG darf dem nur wider­spre­chen, wenn der Dritte nicht den beson­deren Reise­er­for­der­nissen genügt oder seiner Teilnahme gesetz­liche Vorschriften oder behörd­liche Anord­nungen entge­gen­stehen.
b) Der Kunde und der Dritte haften der WMG als Gesamt­schuldner für den Reise­preis für die durch die Teilnahme des Dritten entste­henden Mehrkosten – regel­mäßig pauscha­liert auf 20 Euro. Dem Kunden bleibt es vorbe­halten nachzu­weisen, dass keine oder wesent­lich geringere Aufwen­dungen angefallen sind.

9. Reiseabbruch/Versicherungen

Wird die Reise infolge eines Umstandes abgebro­chen, der in der Sphäre des Kunden liegt (z.B. Krankheit), so wird die WMG versuchen, bei den Leistungs­trä­gern die Erstat­tung ersparter Aufwen­dungen sowie erzielter Erlöse aus der Verwer­tung der nicht in Anspruch genom­mener Leistungen zu erreichen. Das gilt nicht, wenn völlig unerheb­liche Leistungen betroffen sind oder wenn einer Erstat­tung gesetz­liche oder behörd­liche Bestim­mungen entge­gen­stehen.
Es wird der Abschluss einer Reise­rück­tritts­kosten-Versi­che­rung ggf. unter Einbe­zie­hung der Reise­ab­bruch­kosten und der Abschluss einer Reise­kran­ken­ver­si­che­rung einschließ­lich der Kosten für einen Rücktrans­port und ggf. einer Reise­ge­päck­ver­si­che­rung empfohlen. Reise­rück­tritts­ver­si­che­rungen können Sie bei jedem belie­bigen Versi­che­rungs­un­ter­nehmen bis zum 21. Tag nach der Buchung abschließen. Entspre­chende Versi­che­rungen werden zum Beispiel angeboten von: Europäi­sche Reise­ver­si­che­rung AG, Rosen­heimer Straße 116, 81669 München

10. Störung durch den Kunden/Reisende

Die WMG kann den Reise­ver­trag fristlos kündigen, wenn der Kunde trotz Abmahnung erheblich weiter stört oder wenn er sich in solchem Maße vertrags­widrig verhält, so dass seine weitere Teilnahme für die WMG und/oder die Reise­teil­nehmer nicht mehr zumutbar ist und die Aufhebung des Vertrages gerecht­fer­tigt ist. Dies gilt auch, wenn der Kunde sich nicht an sachlich begrün­dete Hinweise hält. Die WMG steht in diesem Fall der Reise­preis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwen­dungen und Vorteile aus einer ander­wei­tigen Verwer­tung der Reiseleistung(en) ergeben, einschließ­lich der ihr von den Leistungs­trä­gern gutge­brachten Beträge. Schadens­er­satz­an­sprüche im Übrigen bleiben unberührt.

11. Gewährleistung und Abhilfe

a) Wird die Reise nicht frei von Reise­män­geln erbracht, so kann der Kunde Abhilfe verlangen. Soweit die WMG infolge einer schuld­haften Unter­las­sung der Mängel­an­zeige nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Kunde weder Minde­rungs­an­sprüche nach § 651 m BGB noch Schadens­er­satz­an­sprüche nach § 651 n BGB geltend machen. Sind die Reise­leis­tungen nicht vertrags­gemäß, so hat der Kunde zur Wahrung seiner weiteren Ansprüche den Mangel gegenüber der WMG anzuzeigen. Er kann Abhilfe verlangen, sofern diese nicht einen unver­hält­nis­mä­ßigen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Besei­ti­gung des Reise­man­gels bzw. einer gleich­wer­tigen Ersatz­leis­tung.
b) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beein­träch­tigt, so hat der Kunde der WMG zuvor eine angemes­sene Frist zur Abhil­fe­leis­tung setzen. Verstreicht die Frist nutzlos, kann der Kunde den Reise­ver­trag kündigen. Die Frist­set­zung ist entbehr­lich, wenn die Abhilfe unmöglich ist, verwei­gert wird oder die sofortige Kündigung durch ein beson­deres Interesse des Kunden gerecht­fer­tigt ist. Das gilt entspre­chend, wenn dem Kunden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem und für die WMG erkenn­barem Grund nicht zuzumuten ist.
c) Die WMG verweist auf die Beistands­pflicht gemäß § 651 q BGB, wonach dem Kunden im Falle des § 651 k Abs. 4 BGB oder aus anderen Gründen in Schwie­rig­keiten unver­züg­lich in angemes­sener Weise Beistand zu gewähr­leisten ist, insbe­son­dere durch
aa) Bereit­stel­lung geeig­neter Infor­ma­tionen über Gesund­heits­dienste, Behörden vor Ort und konsu­la­ri­sche Unter­stüt­zung
bb) Unter­stüt­zung bei der Herstel­lung von Fernkom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­bin­dungen und
cc) Unter­stüt­zung bei der Suche nach anderen Reise­mög­lich­keiten.
Dabei bleibt § 651 k Abs. 3 BGB unberührt.

12. Mitwirkungspflicht

Der Kunde ist verpflichtet, die ihm zumut­baren Schritte zu unter­nehmen, um eventu­elle Schäden gering zu halten. So hat der Kunde die WMG zu infor­mieren, wenn er die notwen­digen Reise­un­ter­lagen nicht innerhalb der von der WMG mitge­teilten Frist enthält.

13. Haftungsbeschränkung

a) Die vertrag­liche Haftung der WMG für Schäden, die nicht Körper­schäden sind, ist auf den dreifa­chen Reise­preis je Reisender und Reise beschränkt, soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätz­lich noch grob fahrlässig herbei­ge­führt wird. Mögli­cher­weise darüber­hin­aus­ge­hende Ansprüche nach inter­na­tio­nalen Überein­künften oder auf solchen beruhenden gesetz­li­chen Vorschriften bleiben von der Beschrän­kung unberührt.
b) Die WMG haftet nicht für Leistungs­stö­rungen, Personen- und Sachschäden im Zusam­men­hang mit Leistungen im Bereich von Fremd­leis­tungen, die lediglich vermit­telt werden, wenn diese Leistungen in der Reise­aus­schrei­bung und der Reise­be­stä­ti­gung ausdrück­lich und unter Angabe der Identität und Anschrift des vermit­telten Vertrags­part­ners als Fremd­leis­tungen so eindeutig gekenn­zeichnet wurden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestand­teil der Reise der WMG sind und getrennt ausge­wählt wurden. Die §§ 651b, 651c, 651w und 651y BGB bleiben hierdurch unberührt. Die WMG haftet jedoch, wenn und soweit für einen Schaden des Kunden die Verlet­zung von Hinweis‑, Aufklä­rungs- oder Organi­sa­ti­ons­pflichten von der WMG ursäch­lich war.

14. Geltendmachung von Ansprüchen und Verjährung, Verbraucherstreitbeilegung

a) Ansprüche nach den § 651 i Abs. 3 Nr. 2 bis 7 BGB hat der Kunde gegenüber der WMG geltend zu machen. Die Geltend­ma­chung kann auch über den Reise­ver­mittler erfolgen, wenn die Reise über diesen Reise­ver­mittler gebucht war. Empfohlen wird eine Geltend­ma­chung auf einem dauer­haften Daten­träger.
b) Ansprüche verjähren gemäß § 651 j BGB nach zwei Jahren. Die Verjäh­rungs­frist beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.
c) Die WMG weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbrau­cher­streit­bei­le­gung darauf hin, dass die WMG nicht an einer freiwil­ligen Verbrau­cher­streit­bei­le­gung teilnimmt. Sofern eine Verbrau­cher­streit­bei­le­gung nach Druck­le­gung dieser Reise­be­din­gungen für den Reise­ver­an­stalter verpflich­tend würde, infor­miert die WMG den Kunden hierüber in geeig­neter Form. Die WMG weist für alle Reise­ver­träge, die im elektro­ni­schen Rechts­ver­kehr geschlossen wurden, auf die europäi­sche Online-Streit­bei­le­gungs-Plattform ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.

15. Rechtswahl und Gerichtsstand

Auf das gesamte Rechts- und Vertrags­ver­hältnis zwischen der WMG und dem Kunden, die keinen allge­meinen Wohn- oder Geschäfts­sitz in Deutsch­land haben, findet ausschließ­lich deutsches Recht Anwendung mit der Maßgabe, dass falls der Reisende seinen gewöhn­li­chen Sitz im Ausland hat nach Art. 6 Abs. 2 der Rom – I Verord­nung auch den Schutz der zwingenden Bestim­mungen des Rechts genießt, das ohne diese Klausel anzuwenden wäre.
Der Kunde kann die WMG an dessen Sitz verklagen.

16. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

Die Unwirk­sam­keit einzelner Bestim­mungen begründet nicht die Unwirk­sam­keit des Reise­ver­trages im Übrigen.

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