„Humanität und Toleranz. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: Freimaurerei in Geschichte und Region“ - Szenische Lesung "Nathan der Weise"

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Ausstellung
Nathan der Weise – Szenische Lesung mit dem Team der Vermittler*innen des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums im M2K
Ein Leben ohne Vorurteile, das strebte auch der Freimaurer Lessing an. Die Ringparabel in seinem dramatischen Gedicht „Nathan der Weise“ entspricht im Besonderen dieser Idee: Nur in der Anerkennung der allgemeinen, allen Gemeinschaften gleichermaßen wichtigen Werte kann ein gemeinschaftliches, ein humanistisches Leben gelingen.


Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K zeigt seit Ende Juni und bis zum 6. Oktober eine neue Sonderausstellung zur Freimaurerei. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Johannis-Freimaurerloge „Carl zur siegenden Wahrheit“ Wolfsburg-Fallersleben. Informative Texttafeln und viele Gegenstände des Arbeits-Alltags der Freimaurer wie Hammer, Winkel und Zirkel oder verschiedene Logen-Schmuckstücke sowie typische Kleidung wie Schurz und Zylinder erzählen die Geschichte der Freimaurer bis in unsere Zeit und Region. Ihre historischen Vorbilder waren mittelalterliche Steinmetze, die in Europa von Baustelle zu Baustelle zogen und spezielle Arbeiten an Dombauten vornahmen. Sie schlossen sich zu Bruderschaften zusammen. Die Mitglieder erkannten sich wechselseitig durch nur ihnen bekannte Erkennungszeichen und Rituale. Die Freimaurer übernahmen diese Tradition im 18. Jahrhundert. Sie sind bis heute beeinflusst von den Ideen der Aufklärung und definieren das „Handwerk“ als geistige Arbeit zur persönlichen Weiterentwicklung im Sinne von Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit. Dafür bilden Rechtsgleichheit und Freiheit die gesellschaftliche Voraussetzung. Mit diesem Werteverständnis eckten die Frei-Geister in früheren absolutistischen Gesellschaften an. Und noch immer werden sie in autokratischen und diktatorischen Staaten verfolgt und verboten.
Traditionell bilden die Freimaurer Männerbünde, heute gibt es auch Frauen- und gemischte Logen, wie die Freimaurer ihre Versammlung nennen. Der Gedanke der Selbsterziehung zum guten Menschen leitet die Mitglieder unterschiedlicher sozialer, religiöser oder konfessioneller, nationaler und beruflicher Herkunft sowie differenter politischer Orientierungen. Freimaurer waren z. B. Goethe, Lessing oder Mozart, aber auch Georges Washington, Winston Churchill und Gustav Stresemann.                            
Hoffmann von Fallersleben selbst war kein Freimaurer, er stand mit ihnen durch sein soziales Umfeld in Kontakt. Jedoch erfuhr der Dichter für seine im Geist der Aufklärung geschriebenen Forderungen nach „Einigkeit und Recht und Freiheit“ gleichfalls Verfolgung und Verbot. Das ist der Ansatz für das Hoffmann-Museum als Ort der deutschen Demokratiegeschichte, diese Ausstellung zu zeigen. In einem vielfältigen Begleitprogramm wird das Gespräch mit Freimaurern und Interessierten geführt über die Bedeutung der Freimaurerei für unsere Demokratie. 

Terminübersicht

Sonntag, den 25.08.2024

16:00

Gut zu wissen

Preisinformationen

Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, 3 Euro für Rentner-/Senior*innen und 2,50 Euro ermäßigt für z. B. Schüler*innen, Auszubildende und Studierende

Veranstalter

Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K
Schlossplatz 5
38442 Wolfsburg - Fallersleben

Autor:in

WMG Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH

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Anfahrt
Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K - Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K
Schlossplatz 5
38442 Wolfsburg
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38442 Wolfsburg - Fallersleben